Dyskalkulie-therapie
Dyskalkulietherapie
Was ist eine Rechenschwäche?
Man kann von einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) sprechen, wenn bei einem Kind über einen längeren Zeitraum (sechs Monate oder länger) grosse Schwierigkeiten beim Rechnen auftreten.
Rechenschwache Kinder haben ein ungenügendes Verständnis für Zahlen und Mengen. Sie rechen auf eigenwillige Art und machen dabei immer wiederkehrende Fehler. Oft sind sie zählende Rechner geblieben. Eine Rechenschwäche kann trotz guter allgemeiner Begabung auftreten.
Die Schwierigkeiten beeinträchtigen die betroffenen Kinder. Durch Misserfolgserlebnisse leidet das Selbstwertgefühl. Es können sich Ängste oder psychosomatische Symptome wie Kopf- und Bauchschmerzen entwickeln.
Ablauf
Nach der schriftlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme folgt ein unverbindliches Erstgespräch. Dabei werden Bedürfnisse und Therapieinhalte besprochen und Ziele festgelegt. Die Lern- oder Dyskalkulietherapie findet wöchentlich in Einzelsitzungen statt. Auf Wunsch wird mit Schule und Fachstellen zusammengearbeitet.
Tarife
Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten und kostet Fr. 115.-. In den Kosten inbegriffen sind Vor- und Nachbereitung, Material und Telefongespräche organisatorischer Art. Standortgespräche und das Erstellen von Berichten an Fachinstanzen werden nach zeitlichem Aufwand verrechnet.
Bitte beachten Sie, dass die Lerntherapie und die Dyskalkulietherapie von Krankenkassen nicht anerkannt sind.
Symptome – Wie zeigt sich eine Rechenschwäche?
Es gibt keine spezifischen Merkmale, die bei einer Rechenschwäche auftreten müssen. Einige Auffälligkeiten können aber darauf hinweisen:
Wenn Sie viele der Merkmale beobachten, sollten Sie sich zur weiteren Information an eine Fachperson wenden.
Mögliche Ursachen
Woher kommt eine Rechenschwäche?
Die Rechenschwäche ist eine komplexe Störung, an der immer mehrere Ursachen beteiligt sind. Ungünstige Faktoren können die Entstehung einer Rechenschwäche begünstigen. Die Faktoren können aus den folgenden Ursachenfeldern stammen, wobei nicht alle Felder betroffen sein müssen.
Mögliche kindliche Faktoren:
Mögliche familiäre Faktoren:
Mögliche schulische Faktoren:
Rechenschwäche erfassen
Abklärung vor einer Dyskalkulietherapie
In einer Abklärung werden das mathematische Verständnis und der Stand der Rechenfertigkeiten erfasst.
Das verwendete Abklärungs- und Diagnoseverfahren ist geeignet, um:
Es ist kein standardisiertes Verfahren und daher NICHT für eine Diagnosestellung geeignet (z.B. für Nachteilsausgleich).
Dyskalkulietherapie
Nach der Abklärung wird ein individueller Förderplan erstellt. Meist ist die Arbeit an den Grundlagen des mathematischen Verständnisses notwendig, damit ein sicheres Fundament im Rechnen aufgebaut werden kann; ebenso das Üben und Automatisieren der Grundrechenarten und das Lernen günstiger Rechenwege.
Die Therapie richtet sich nach den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes und erfolgt darum immer in Einzelsitzungen. Sie baut auf den Ressourcen des Kindes auf und passt sich seinem Tempo an. Mit diesem Vorgehen erlebt das Kind positive Lernerfahrungen und das Selbstvertrauen wird gestärkt.
Therapie oder Nachhilfe?
Eine Therapie betrachtet die vorhandenen Probleme ganzheitlich und bezieht das Umfeld mit ein. Es werden Grundlagen geschaffen, die einen tiefergehenden Prozess anstossen und eine nachhaltige Entwicklung der Persönlichkeit fördern können.
Die Nachhilfe konzentriert sich in der Regel auf das kurzfristige Bearbeiten und das Verständnis des aktuellen Schulstoffs.